Dinner im Sra Bua by Tim Raue

Letzte Woche war ich im Sra Bua by Tim Raue, welches sich im Hotel Adlon am Brandenburger Tor befindet. Bereits beim Betreten des Sra Bua über den luxuriösen Eingang in der Behrenstraße erfahre ich eine sehr freundliche Begrüßung und erlange die Gewissheit, dass sich der Abend zum Highlight der Japan Cuisine meines Berlinaufenthalts entwickeln wird. Im Innern überwiegt dunkler Stein und von meinem Platz aus kann ich durch eine Glasscheibe das Team um Küchenchef Daniel Lengsfeld beobachten. Die Beleuchtung im Sra Bua ist sehr angenehm und dezent, also auch ideal für ein Candle-Light-Dinner. Für die etwas verrauschten Bilder möchte ich mich daher entschuldigen, doch wollte ich die anderen Gäste nicht durch meinen Kamerablitz stören. Erschlagen von der riesigen Bandbreite der Speisenkarte lasse ich mir die Speisefolge und den dazu passenden Sake empfehlen.

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Zunächst als Gruß aus der Küche in Sesamöl eingelegte saure Gurkenscheiben und in Ahornsirup geröstete Cashew-Nüsse. Dann bekomme ich ein Glas Sake Rihaku „Creamy Clouds“, der sehr gehaltvoll ist und nussige Aromen offenbart.

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Als kalte vegetarische Vorspeise ein kühler Gurkenschaum mit mariniertem Seidentofu.
Die frische Kühle harmoniert hier sehr gut mit der Schärfe aus grünem Tabasco.

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Als zweite Vorspeise Thunfischbauch mit Edamame, Radieschen und Kopfsalat mit Dashi und Shiso (sorry ich hatte schon ein wenig davon gegessen, bevor ich das Foto anfertigte).

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Dann wird Lachs serviert, der auf den Punkt gebraten ist. Die Garnitur mit Rote Beete, Kokos und Wasabi harmoniert perfekt, hier spielt der Meister virtuos mit Süße und Schärfe. Der nächste Sake ist ein sehr hochwertiger Masuizumi „Junmai Ginjo“ mit fruchtigen, eleganten Aromen.

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Das Highlight der warmen Vorspeisen ist Blutwurst „Big in Japan“ mit Onsen Ei und Bonito Flocken, welches durch seine unterschiedlichen Konsistenzen ein wahres Feuerwerk in meinem Mund auslöst.

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Zum Hauptgang wird mir Brust vom Schwarzfederhuhn mit Shitake und Lauch serviert, die Keule des Schwarzfederhuhn ist getrennt davon auf einem speziellen süßen Reisbett angerichtet.

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Nach dem Hauptgang kommt wie in Japan üblich die Miso Suppe; hier spielt der mit zwei Michelin Sternen dekorierte Spitzenkoch mit Salz und Säure einer Zitrone perfekt mit der 5. Geschmacksrichtung Umami. Zum Dessert kommt zunächst ein Glas Sake Fukuyu „Yuzu Sake“  (mit Yuzusaft aromatisierter Sake).

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Das schön angerichtete Dessert besteht aus Feige mit Mirin-Eis, Mandelmilch und Panko. Das Experiment Süße mit Umami ist Tim Raue sehr gut gelungen.

Mein Fazit nach einem gelungenen Abend in Berlin: Eine von Japan inspirierte Cuisine beherrscht in Deutschland keiner besser wie Tim Raue. Dieses Erlebnis sollte sich kein Berliner und auch Berlin-Besucher mit einer Liebe zu vorzüglicher Japan Cuisine entgehen lassen und daher rechtzeitig einen Tisch reservieren.

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