Erste deutsche Wagashi-Produktion gestartet

Eine eigene deutsche Wagashi-Produktion ist ein langersehnter Wunsch von mir, seit ich Berlin für meine Recherchen regelmäßig besuche. Es gibt hier unzählige authentische japanische Restaurants, Cafés und Läden, aber leider habe ich noch nirgends frisches Wagashi für meine tägliche Teezeremonie gefunden. Viele Jahre suchte ich in Japan nach einer passenden Wagashi-Form und wurde im Herbst letzten Jahres bei einem Antiquitätenhändler in Nishi-Ogikubo endlich fündig.


Mein besonderer Dank geht an Dr. James Farrer von der Sophia Universität in Tokyo, ohne dessen Empfehlung ich dieses rare japanische Kulturgut nicht hätte erwerben und nach Deutschland bringen können. Diese Form ist bereits 50 Jahre alt und erlaubt mir, drei Wagashi auf einmal zu produzieren. Nur so kann ich einen hohen Durchsatz garantieren, um die große Nachfrage zu befriedigen. Da neben meiner regulären Arbeit als Entwicklungsingenieur für Elektrofahrzeuge und der zusätzlichen Autorentätigkeit wenig Zeit übrig bleibt, kam nur eine Herstellung mit einem gut erhältlichen Vorprodukt in Frage.


Nach langen umfangreichen Nachforschungen und Marktstudien wurde mit der deutschen Marzipankartoffel eine perfekte Lösung gefunden. Diese ist in guter Qualität überall verfügbar und zudem lange haltbar.


Die Portion einer Marzipankartoffel passt ideal zu meiner japanischen Form für Wagashi. Nachdem Versuche mit unterschiedlichen Formtrennmitteln zunächst ganz erfolgreich verliefen, scheiterte ich jedoch am strengen deutschen Lebensmittelrecht. Die Bedenken des Überwachungsbeamten konnten nur ausgeräumt werden, indem ich für den Herstellungsprozess die Form in eine Frischhaltefolie wickle. Nur dadurch kann sichergestellt werden, dass die deutsche Marzipankartoffel nicht direkt mit der japanischen Wagashi-Form in Kontakt kommt.


Aus Geheimhaltungsgründen kann ich hier leider keine Fotos vom letzten und wesentlichen Schritt in der Herstellung meines deutschen Wagashi veröffentlichen, sondern zeige hier lediglich das Endergebnis. Ich nenne es Doitsu-Kartoffel-Maruchipan-Mitsudomoe (ドイツ・カルトーフェル・マルチパン・三つ巴).


Ab sofort kann Doitsu-Kartoffel-Maruchipan-Mitsudomoe im Set bestehend aus sechs Stück für nur 5,99€ bestellt werden. Nur für Bestellungen heute am 1. April werden beim Versand innerhalb Deutschlands keine Versandkosten in Höhe von 4€ berechnet. Als Bezahlung können leider nur Bitcoin oder Ethereum zum aktuellen Tageskurs akzeptiert werden.


Da ich mich im Moment für Lizenzverhandlungen in Japan befinde, kann die Auslieferung leider erst Ende April erfolgen. Nachdem die deutsche Wagashi-Produktion aufgebaut ist, plane ich nun, mit meiner Idee in Japan zu expandieren. Als Form setze ich dort eine über 100 Jahre alte Springerle Form ein, die ich von meiner Großmutter geerbt habe. Insbesondere mit dem Fischmotiv verspreche ich mir dort einen durchschlagenden Erfolg. Die raue Oberfläche und der wie Schmutz wirkende Zimtüberzug kommt dem aktuellen Craft-Trend, der sich nicht nur in Berlin, sondern auch in Japan beobachten lässt, sehr entgegen.

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